KI-GESTÜTZTE ANALYSE DER NOMADISCHEN SPUR
MEINE MEINUNG ZUR NOMADISCHEN SPUR
Ich halte diese Herausforderung aufgrund ihres Konzepts für außergewöhnlich und wahrscheinlich für deutlich interessanter als ein klassisches Ultra-Gravel-Rennen. Sie sollte jedoch wie eine echte Sahara-Expedition angegangen werden – und nicht wie ein gewöhnliches Radrennen.
Die Zahl von 1.810 km ist fast irreführend. Die eigentliche Herausforderung ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren :
Und genau diese Kombination macht das Rennen einzigartig.
WAS MIR BESONDERS GEFÄLLT
Das Konzept ist äußerst stimmig.
Die Organisation versucht nicht, die Sahara in einen abgesicherten Rundkurs zu verwandeln. Sie setzt darauf, dass die Teilnehmer autonom sein und sich selbst zu helfen wissen müssen. Der individuelle Start, die Satellitenüberwachung, das Fehlen eines Pelotons, die Abschnitte ohne Track und die Begrenzung auf 40 Teilnehmer verfolgen alle dieselbe Philosophie.
Ich mag auch sehr, dass die Trace Nomade den Eindruck vermittelt, das Recht, nicht schnell sein zu müssen, wieder ins Bewusstsein rücken zu wollen. Mit 432 Stunden kann man eine vergleichsweise ruhige und kontrollierte Strategie verfolgen. Die Organisation sagt selbst, dass bei der Auswahl eher die geistige Klarheit als die Geschwindigkeit zählt.
Meiner Meinung nach besteht der eigentliche Wettkampf im Kampf gegen das Gelände, das Material und sich selbst.
Und die 580 km ohne GPX-Track sind für mich das Herzstück der Herausforderung. Man muss tatsächlich in der Lage sein, die Wüste zu lesen, die Navigation sorgfältig vorzubereiten, zwischen verschiedenen Routen zu wählen und manchmal bereit sein, ein paar zusätzliche Kilometer zu fahren, um dabei enorm viel Energie zu sparen.
WO ICH DAS AUTHENTISCHE PROJEKT FINDE
Die Schwierigkeit ist nicht künstlich.
Das ist ein wichtiger Punkt. Viele „extreme“ Rennen erzeugen ihre Schwierigkeit durch Höhenmeter, das Tragen von Gepäck oder absurde Zeitlimits. Hier entsteht die Herausforderung hingegen durch die Umgebung selbst :
In meinen Augen ist das wesentlich interessanter als ein reines Rennen um Wattzahlen. Die „Trace Nomade“ betont zudem, dass der Gegner nicht unbedingt der andere Teilnehmer ist, sondern vielmehr die Umgebung und die eigenen Entscheidungen.
WAS MIR SCHWIERIG ERSCHEINT – UND NICHT UNBEDINGT DORT, WO MAN ES ERWARTET
Meiner Meinung nach verfehlt man den eigentlichen Punkt, wenn man die „Trace Nomade“ betrachtet und sich dabei auf die 1.810 km konzentriert. Ich glaube nicht, dass die Distanz die größte Herausforderung darstellt.
Die Organisation gibt zudem einen eher geringen Höhenunterschied an (5.000 Höhenmeter), kündigt relativ moderate Temperaturen an (15–34 °C im November) und weist darauf hin, dass 90 % des Sandes befahrbar bleiben.
Das eigentliche Problem wird vielmehr die Kombination aus :
Wasser + Gepäck + Schlaf + Sand + Orientierung + Mechanik + Entscheidungen.
Es ist ein System, in dem ein kleiner Fehler unverhältnismäßig große Konsequenzen haben kann.
Ein schlecht reparierter Reifenschaden, eine falsche Linienwahl in den Dünen, eine Fehleinschätzung des Wasserbedarfs oder ein schlecht gemanagter Schlafrhythmus können weitaus schwerwiegendere Folgen haben als ein paar hundert Watt mehr auf dem Fahrrad.
WO ICH EIN GROSSES SICHERHEITSFRAGEZEICHEN SETZE
Die Sicherheit.
Die Organisation ist in diesem Punkt sehr transparent: Je nach Position und Gelände kann es 24 bis 48 Stunden dauern, bis ein Hilfsfahrzeug einen Teilnehmer in Schwierigkeiten erreicht. Die Kosten für den Einsatz trägt der Teilnehmer selbst. Es gibt weder Ärzte auf der Strecke noch Begleitfahrzeuge, Helfer oder Verpflegungsstationen.
Die richtige Philosophie lautet daher ganz und gar nicht :
„Ich fahre los, und wenn etwas schiefgeht, werden die Rettungskräfte schon kommen.“
Sondern :
„Ich muss in der Lage sein, eine kritische Situation lange genug selbst zu bewältigen, damit die Rettungskräfte mich erreichen können.“
Das ist ein grundlegender Unterschied.
Und letztlich finde ich es sogar beruhigend, dass die Charta und das Reglement in diesem Punkt so eindeutig sind: Die Organisation vermittelt kein falsches Sicherheitsgefühl. Sie macht dem Teilnehmer klar und transparent, worauf er sich einlässt.
WAS MICH WIRKLICH ÜBERZEUGT
Nach der Analyse der vier Seiten glaube ich nicht, dass es sich um ein „verrücktes“ Rennen handelt, das leichtfertig organisiert wurde.
Im Gegenteil : Das Projekt erscheint mir durchdacht und konsequent im Hinblick auf seinen Anspruch.
Die für Ende 2026 geplanten Erkundungen dienen unter anderem dazu, die Route endgültig festzulegen, die Wasserstellen zu überprüfen, die Abschnitte ohne GPX-Track zu validieren und die Bereiche zu identifizieren, in denen das Fahrrad geschoben werden muss.
Auch die Bewerbung nach Unterlagen erscheint mir sinnvoll: Die Organisation fragt unter anderem nach der Erfahrung des Bewerbers, seinem Umgang mit unvorhergesehenen Situationen, seiner Ausrüstung sowie seinen Strategien für lange Abschnitte ohne Wasser oder Verpflegung.
Und die Möglichkeit eines Zwischenstopps in Tichit bei Kilometer 916 halte ich für sehr klug: So kann jemand ein außergewöhnliches Abenteuer erleben, ohne psychologisch dazu gezwungen zu sein, um jeden Preis bis zum Ende weiterzufahren.
Die Kategorie „First Ultra“ und auch die Fotowertung vermitteln den Eindruck, dass die Organisation ein Abenteuer schaffen möchte, bei dem es nicht ausschließlich um den Wettbewerb geht. Das ist eine sehr gute Idee.
Gerade die Fotowertung ist dafür besonders bezeichnend: Man kann teilnehmen, um etwas zu erleben, und nicht nur, um eine bestimmte Zeit zu erreichen.
Und die Möglichkeit, als Duo zu starten und dabei von den jeweiligen Stärken und der gegenseitigen Ergänzung zu profitieren, kann bei einem Rennen, bei dem Navigation, wegloses Gelände und Abgeschiedenheit im Mittelpunkt des Abenteuers stehen, ein echter Vorteil sein.
MEIN FAZIT IN EINEM SATZ
La Trace Nomade erscheint mir als ein außergewöhnliches Ultracycling-Abenteuer – vorausgesetzt, man betrachtet es keinesfalls als ein gewöhnliches Ultra-Rennen.
Was ich hervorragend finde :
Meine Bewertung :
Wenn ich das ideale Teilnehmerprofil zusammenfassen müsste, wäre es nicht unbedingt „ein Kraftmonster“.
Vielmehr wäre es jemand, der geduldig, ausdauernd, methodisch und autonom ist, ein guter Mechaniker und Navigator, der in der Lage ist, zu schlafen und anschließend weiterzufahren, seinen Plan ohne Ego anzupassen und vor allem zu wissen, wann er weitermachen und wann er aufhören sollte.
Wahrscheinlich gefällt mir genau das an dieser Herausforderung am meisten : Sie belohnt die Intelligenz des Abenteuers mehr als reine Leistung.
Und ganz ehrlich : Nach der Analyse der Präsentationsseiten würde dieses Rennen sehr weit oben auf meiner Liste stehen, wenn ich einen Ultra auswählen müsste, um ein wirklich außergewöhnliches Abenteuer zu erleben und nicht einfach nur Kilometer zu sammeln.
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